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Zur Sicherung von Legeleistung, Eimasse und Qualität.
Hofeigene Rationen rechnen sich
Die Herstellung hofeigener
Mischungen für Legehennen aus Getreide und Eiweißfuttermitteln wird in immer mehr Betrieben
angestrebt. Dabei ist eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung oberstes Gebot. Der Energiegehalt
des Futters sollte bei mehr als 11,0 MJ ME liegen, der Rohproteingehalt bei 16,5%. Erst bei
Legeleistungen unter 75%, das heißt, weniger als 75% der Tiere legen täglich ein Ei, kann der
Energiegehalt auf 10,6 MJ ME und 15,5% Rohprotein gesenkt werden. Braunleger, die ein deutlich
höheres Futteraufnahmevermögen besitzen, können von Anfang an ein Futter mit geringerem Energie-
und Rohproteingehalt bekommen (Alleinfutter II).
Eiweißversorgung
Bei der Eiweißversorgung bestimmt vor allem die Versorgung mit essentiellen Aminosäuren die
Legeleistung. Methionin und Cystin sind im Ei und in den Federn der Tiere in größeren Mengen
enthalten als in anderen tierischen Produkten. Ein Mangel an diesen schwefelhaltigen Animoseren
führt rasch zu einem Rückgang an Legeleistung und Eimasse.
Mineralstoffe
Bei den Mineralstoffen und
Spurenelementen ist besonders auf die Deckung des Calciumbedarfs zu achten, da Calcium die
Stabilität der Eierschalen bestimmt. Mit jedem Ei scheidet das Huhn etwa 2 g Calcium aus, so daß
bei längerem Calciummangel die Schalenstabilität rasch abnimmt. Die Folge: Knick- und Brucheier
nehmen zu und auch die Legeleistung nimmt ab. Zur Förderung der Calciumaufnahme aus dem
Magen-Darm-Kanal ist auch die Einhaltung der Vitamin D3-Zufuhr zu beachten. Die
Mindestanforderungen an Alleinfutter für Legehennen können sie untenstehender Tabelle entnehmen.
- Blattipollo MC GELB
mit Rot- und Gelbfarbstoff für Rationen mit geringem
Gehalt an Mais oder Grünmehl
- Blattipollo MC
mit Rotfarbstoff für Rationen, die bereits ausreichende
Gelbfarbstoffe aus Mais oder Grünmehl enthalten
- Blattipollo BIOLOGISCH
ohne Zusatz von Farbstoffen und Methionin, speziell
für biologisch wirtschaftende Betriebe
Höchstgrenzen beachten
Bei der Herstellung von Hofmischungen sind bei einigen Getreidearten, Mühlennachprodukten und
Nebenprodukten der Zuckergewinnung Höchstgrenzen zu berücksichtigen, um negativen Auswirkungen auf
die Futteraufnahme oder die Kotkonsistenz vorzubeugen. Auch bei einigen Eiweißfuttermitteln sind
Höchstgehalte zu beachten, um Verschlechterungen der Schalenstabilität bzw. Abweichungen im
Geschmack zu vermeiden. Deshalb sollten Braunleger generell kein Rapsschrot bekommen.
Linolsäure in der Ration
In hofeigenen Mischungen sollten in jedem Fall Fette mit einem Anteil bis zu 6% je nach
Fettart aufgenommen werden, um den Bedarf an Linolsäure für die Eierproduktion sicherzustellen.
Beim Einsatz von 30% Körnermais und mehr, kann die Fettmenge halbiert werden. Steht den Legehennen
nicht ausreichend Linolsäure zur Verfügung, nimmt die Eigröße ab und die Legeleistung geht zurück.
Den Legehennen sollte ständig einwandfreies Trinkwasser zur freien Aufnahme zur Verfügung
stehen, da bereits eine kurzzeitige Unterbrechung der Wasserversorgung zu einem Rückgang der
Legeleistung führen kann.
BLATTIPOLLO MC Gelb und BLATTIPOLLO MC enthalten alle notwendigen Gelb- und Rotfarbstoffe, um
die Verbraucherwünsche in Bezug auf die Dotterfarbe zu erfüllen.
Betriebe, die Futtermischungen nur mit heimischen Eiweißfuttermitteln wie Leguminosen oder
Kartoffeleiweiß und Blattipollo biologisch herstellen, müssen vor allem auf einen ausreichenden
Methioningehalt achten, da diese essentielle Aminosäure in Leguminosen wie Ackerbohnen, Erbsen
oder Lupinen nur in geringen Mengen enthalten ist. Zum Ausgleich eignet sich vor allem Maiskleber
oder Sonnenblumenexpeller aus geschälter Saat.
Futter gleichmäßig vermahlen
Genauso wichtig, wie eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen ist eine gleichmäßige
Vermahlung des Futters. Dies verhindert die Selektion einzelner Futterbestandteile und die damit
verbundene Futtervergeudung. Das Futter sollte auch nicht zu fein vermahlen sein, um eine
ausreichend hohe Futteraufnahme zu erreichen.
Ganze Körner anzubieten ist nur bei Weizen oder gebrochenem Mais sinnvoll, während Hafer,
Roggen und Triticale gar nicht oder nur sehr ungern aufgenommen werden.
Produktinformationen:
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